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Mein Weg zum Gärtnern …

Alles was es braucht ist die Stille, um das Herz zu hören …
Die Vielfalt meines Lebens findet sich jetzt auf den Beeten wieder …

Es gab 2015 so oft die Momente, wo ich in meinem alten Berufsleben im Büro saß, auf ein wunderschönes Bild schaute, wo die Strahlen der Sonne im Wald durch die Blätter auf den Waldboden voller lila Blüten schienen und ich mich entspannte bei dem Gedanken, jetzt in meinem Garten sitzen, links von mir die Gemüsebeete und rechts von mir picken die Hühner im Gras herum. Dieses innere Bild hatte mich nicht mehr losgelassen und es dauerte nicht lange, da begann eine neue Reise …

Geboren wurde ich 1980 in Rostock. Sport war seit dem ich denken kann bis zu meinem inneren Wandel, immer mein Lebensmittelpunkt. Mit neun Jahren fing ich an Basketball zu spielen, war Langstreckenläufer, hab mich im Schwimmen, Handball, Kraftsport, Boxen und noch ganz vielen anderen Sportarten körperlich verausgabt. Für mehr als ein leistungsorientiertes Niveau hatte es nie gereicht und die Schule kam auch immer zu kurz. Also entschied ich mich mit 21 und einem erweiterten Hauptschulabschluss für eine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerwirtschaft.

Noch in der Ausbildung erfuhr ich dann vom Studiengang Sportmanagement und erarbeitete mir auf dem zweiten Bildungsweg die Zugangsvorraussetzungen. Schon während des Studiums machte ich mich selbstständig, organisierte Laufveranstaltungen oder übernahm das Projektmanagement für verschiedene Basketballevents.

Mein Weg war klar … Dachte ich zumindest. 2009 kam ich aus Salzgitter nach Rostock zurück und engagierte mich beim größten Basketballverein MV's. Meine Stärke ist es seit jeher Visionen und Bilder nachzubauen und entstehen zu lassen. In meiner Funktion beim Verein entwickelte ich viele Konzepte und Möglichkeiten, um die Sportart Basketball in der öffentlichen Wahrnehmung zu verändern.

Bis 2015 war es ein sehr erfolgreicher Weg für mich, doch dann begann sich in mir so etwas wie ein Gefühl von Leere einzustellen. Der Körper streikte, mein Wohlbefinden verschlechterte sich und meine beruflichen Entscheidungen sorgten für Spannungen. Ich war ausgebrannt, das Feuer für meinen bisherigen beruflichen Weg war erloschen, doch die Kraft es selber zu beenden war nicht da. 

Mit dem Blick zurück auf diese Zeit bin ich dankbar für die vielen Erfahrungen und auch die Entscheidung des Vereins, dass sich die beruflichen Wege trennen. Es fühlt sich aus heutiger Sicht an wie eine Wiedergeburt, ein Nullpunkt, ein neuer Anfang … Die grüne Seele in mir durfte sich von nun an entfalten.

Erst kam 2016 der eigene kleine Garten ganz für mich allein. Schon ein Jahr später durfte ich einen Selbstversorgergarten anlegen, der mich so inspirierte, dass ich mich entschied auf Reisen zu gehen, um mehr Erfahrungen zu sammeln. Nach verschiedenen Hospitationen bei tollen Menschen und einem Job als Leiter einer Landwirtschaft, ließ mich der Aufbau einer eigenen Gärtnerei nicht mehr los …